Informationen und Zahlen zum Asylwesen

Die gesetzlichen Grundlagen (Asylgesetz und Ausländergesetz) und die zugehörigen Verordnungen werden auf Bundesebene festgesetzt. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) betreibt die Empfangs- und Verfahrenszentren (EVZ) in Basel, Bern, Altstätten, Kreuzlingen, Vallorbe, Zürich und Chiasso, wo Asylgesuche eingereicht werden können. Das SEM ist für die Prüfung der Gesuche verantwortlich.

Asylsuchende halten sich rund drei Wochen und maximal 90 Tage in einem Bundeszentrum auf, bevor sie auf alle 26 Kantone verteilt werden und dort zum Teil auf ihren Asylentscheid warten. Die Verteilung auf die Kantone erfolgt nach dem in Art. 21 Asylverordnung 1 festgelegten nationalen Verteilschlüssel. Danach werden Basel-Stadt aktuell 1,9% aller Asylsuchenden zugewiesen. Der Kanton ist gesetzlich verpflichtet, für die Unterbringung und Betreuung der Zugewiesenen zu sorgen.

Im Kanton Basel-Stadt liegt die Ausgestaltung der Sozialhilfeunterstützung von Personen aus dem Asylbereich beim Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt (WSU) und ist im kantonalen Sozialhilfegesetz und den kantonalen Unterstützungsrichtlinien (URL) festgelegt. So ist die Sozialhilfe, namentlich die Abteilung Migration, für die Unterbringung, Betreuung, Beschäftigung und Integration von Asylsuchenden zuständig.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Sozialhilfe Basel-Stadt oder auf der Webseite der Schweizerischen Flüchtlingshilfe.
 

Zahlen aus Basel-Stadt

Aktuell leben in Basel-Stadt rund 260 Asylsuchende, deren Asylgesuch noch nicht entschieden ist (Stand Ende Juli 2017).
 
Weiter leben im Kanton Basel-Stadt rund 1‘400 anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene. Aktuell werden 1‘200 von ihnen von der Sozialhilfe unterstützt und betreut: 660 Flüchtlinge mit Status B oder F und 540 vorläufig Aufgenommene.

500 der von der Sozialhilfe unterstützten Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommenen sind Kinder unter 18 Jahren.
 
Rund 85% aller in Basel-Stadt lebenden Flüchtlinge beziehen Sozialhilfe; einige davon arbeiten zwar, werden aber wegen zu geringem Einkommen von der Sozialhilfe teilunterstützt. Alle übrigen verdienen sich ihren Lebensunterhalt selber.

740 der von der Sozialhilfe unterstützten Personen sind in Asylunterkünften untergebracht, die von der Sozialhilfe betreut werden. 820 leben selbständig in eigener Wohnung im freien Wohnraum.

Weitere Informationen sowie aktuelle Zahlen finden Sie auf der Webseite der Sozialhilfe Basel-Stadt.